Programmsprache
Katalanisch · Spanisch · Englisch · Deutsch
Drei Jahrhunderte Geschichte
Soler · Mozart · Gershwin · Brahms
Eine Reise durch drei Jahrhunderte Klaviermusik.
Von der Klarheit der Klassik über die Freiheit des Jazz bis zur expressiven Dichte der Romantik lädt dieses Programm zu einem aufmerksamen Hören von Zeit, Gestus und der Entwicklung musikalischer Sprache ein.
PROGRAMM
Antonio Soler (1729–1783)
Sonate in D-Dur – Sonate in g-Moll
Die Sonaten von Soler gehören zum zentralen Repertoire der hispanischen Tastenmusik des 18. Jahrhunderts. In einer klaren, direkten Sprache verbinden sie formale Eleganz mit lebendiger rhythmischer Energie, oft geprägt von volkstümlichen Anklängen. In diesen Werken wird das Klavier zu einem Raum für Präzision, Licht und Bewegung.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Fantasie in c-Moll, KV 475
Die Fantasie in c-Moll zählt zu Mozarts freiesten und ausdrucksstärksten Werken für Tasteninstrument. Losgelöst von festen Formen wechseln sich introspektive Passagen mit Momenten intensiver dramatischer Spannung ab. Ein Werk, das die persönlichste und tiefgründigste Seite des Komponisten zeigt — in dem auch die Stille Gewicht erhält.
George Gershwin (1898–1937)
Songbook
I’ll build a stairway to paradise
Somebody loves me
S’Wonderful
Do-Do-Do
Liza (All the clouds’ll roll away)
Mit Gershwin tritt das Klavier ins 20. Jahrhundert und öffnet sich neuen Ausdrucksformen. Die Melodien des Songbook verbinden die klassische Tradition mit Jazz, Broadway und amerikanischer Popularmusik. Rhythmus, Lyrik und Spontaneität verschmelzen zu Stücken voller urbaner Energie und moderner Ausdruckskraft.
Johannes Brahms (1833–1897)
Variationen und Fuge über ein Thema von Händel, op. 24
Dieses monumentale Werk zählt zu den großen Meilensteinen des Klavierrepertoires. Ausgehend von einem Thema Händels entfaltet Brahms ein reiches Universum von Variationen, das in einer Fuge von beeindruckender architektonischer Kraft gipfelt. Eine Synthese aus Tradition und expressiver Tiefe, in der das Klavier seine volle klangliche Dichte entfaltet.
Rafael González Paz, in Montevideo geboren und auf Ibiza ansässig, hat eine internationale Laufbahn entwickelt, die ihn auf renommierte Bühnen in Europa und Lateinamerika geführt hat. Er konzertierte unter anderem im Teatro Solís in Montevideo, im Teatro del Lago in Frutillar, im Teatro Municipal von Santiago de Chile sowie im Palast der Künste in Budapest und war mehrfach Teil des Kammermusikzyklus des uruguayischen Nationalradios (SODRE).
Seine Konzerttätigkeit umfasst Kooperationen mit verschiedenen Kammermusikensembles in Südamerika und Europa. Seit 2022 pflegt er eine kontinuierliche künstlerische Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester der Balearischen Inseln. In Mallorca trat er bei Festivals und Konzertreihen wie dem Festival Clàssica de Maria de la Salut, dem Internationalen Festival Vila de Santanyí, dem Kammermusikzyklus des Migjorn sowie den Konzerten in Ca’n Bonico auf.
Mit einer fundierten Ausbildung in Deutschland und Ungarn zeichnet sich seine Interpretation durch die Verbindung von intellektueller Tiefe und klanglicher Sensibilität aus. Seit seiner Ankunft auf den Balearen im Jahr 2018 verbindet er seine künstlerische Tätigkeit mit pädagogischer Arbeit an verschiedenen Musikinstitutionen auf Mallorca und Ibiza.
Über den Interpreten
Notizbücher
Ein Thema, viele Stimmen
Ein Thema von Händel.
Brahms hört zu — und verwandelt es.
→ Zum Notizbuch (Katalanisch)
Música clàssica i jazz




