Wenn Grenzen verschwinden

Manche Konzerte entstehen innerhalb eines Genres.

WERKE

6/11/20261 min lesen

Wenn Grenzen verschwinden

Manche Konzerte entstehen innerhalb eines Genres.

Andere entstehen genau dort, wo Genres ihre Bedeutung verlieren.

Ànima en Tres geht von einer ungewöhnlichen Besetzung aus: Flöte, Klavier und Flamenco-Percussion. Drei Instrumente, die aus unterschiedlichen Traditionen stammen und im Musikleben oft getrennte Wege gehen.

Hier jedoch teilen sie eine gemeinsame Sprache.

Das Programm führt von der Romantik Franz Bornes zu Paco de Lucía, Manuel de Falla und Chucho Valdés. Es geht nicht darum, von einem Stil zum nächsten zu wechseln, sondern die Berührungspunkte zwischen ihnen sichtbar zu machen.

Rhythmus, Improvisation, Melodie und Zuhören tauchen immer wieder in neuen Formen auf. Die Grenzen zwischen klassischer Musik, Flamenco und lateinamerikanischen Einflüssen werden durchlässiger, und die Werke beginnen miteinander zu sprechen.

Vielleicht ist dies eine der spannendsten Eigenschaften der heutigen Musik: die Möglichkeit, die eigenen Wurzeln zu bewahren, ohne in ihnen gefangen zu bleiben.

Ànima en Tres verlässt keine Tradition.

Es bringt sie miteinander ins Gespräch.